Zigarren
Wer kennt sie nicht: die gute alte Zigarre. Im Gegensatz zur Zigarette, die quer durch alle Bevölkerungsschichten konsumiert wird, blieb die Zigarre immer etwas Besonderes. Die meisten Menschen stellen sich unter einem typischen Zigarrenraucher einen älteren, gut situierten Herren vor, etwas konservativ in seiner Einstellung und traditionellen Werten zugewandt.
In den letzten Jahren ist das Zigarrenrauchen jedoch etwas in der Versenkung verschwunden. Zigarrenraucher werden halt immer noch als etwas altmodisch empfunden - oder haben Sie schon einmal einen jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren mit einer Zigarre im Mund gesehen?
Experten erwarten jedoch, dass sich die Zigarre in den nächsten Jahren wieder von selbst rehabilitieren wird, so dass sie wieder eine wesentlich größere Verbreitung erfährt. Der Grund: Unsere moderne Gesellschaft wird immer genussorientierter und die Zigarre steht seit jeher für den puren Genuss. Insbesondere hochwertige, handgerollte Zigarren werden in Zukunft wohl deutlich begehrter werden, man wird sie wieder konsumieren wie einen guten, alten Wein.
Doch halt: Was ist eine Zigarre überhaupt?
Man sollte es kaum glauben, aber große Teile der Bevölkerung können kaum den Unterschied zwischen einer Zigarre und einem anderen Tabakerzeugnis erklären. Bei einer Zigarre handelt es sich um eine aus fermentierten und getrockneten Tabakblättern hergestellte Rauchware, die aus einer Einlage, einem Umblatt sowie einem Deckblatt besteht. Den inneren Kern bildet die Einlage, bestehend aus ganzen oder in kleine Stücke geschnittenen Tabakblättern, welche durch das Umblatt umschlossen werden. Für die schönere Optik wird schließlich noch ein Deckblatt darüber gelegt, das der Zigarre dann die endgültige Form gibt. Zum Schluss werden viele Zigarren noch mit einer Banderole versehen, die auch als "Bauchbinde" bezeichnet wird. Hier ist beispielsweise der Hersteller oder das Zigarrenmodell aufgedruckt.